Das Internet mischt die Fernsehwelt auf. Wir schauen genauer hin und zeigen, wie sich die Industrie auf neue Technologien und veränderte Sehgewohnheiten einstellt.
Die Fernbedienung gehört vielleicht bald schon der Vergangenheit an. Neue Geräte und neue Übertragungsmittel lassen uns selbst entscheiden, wie, wo und wann wir fernsehen. Und ob wir überhaupt noch herkömmliches Fernsehen schauen, oder auf YouTube und Co. setzen.
Wenn früher um 19:30 die ganze Familie vor dem TV-Gerät sitzt und die Nachrichten schaute, so schauen wir diese heute auf dem Smartphone an. Allerding erst um 20:15, weil wir zur Sendezeit gerade beschäftigt waren. Aber nicht nur der Zuschauer geniesst die neuen Freiheiten. Auch wer selbst Inhalte anzubieten hat, findet heute auf die unterschiedlichsten Arten sein Publikum. Und für die Hersteller der Fernsehgeräte sind Smartphones als Steuerungs- und Eingabegeräte für Smart-TVs interessant.Ein Screen ist nicht genug
Der zweite Bildschirm neben dem eigentlichen Anzeigegerät - wird für immer mehr Fernseh-Anbieter zum wichtigen Medium. Zum Einsatz kommen dabei Geräte, die wohl alle schon im Haushalt haben: Laptops, Smartphones und Tablets.
Es gibt also genug Geräte in unserem Haushalt, die als Second Screen taugen. Das haben auch die Fernseh-Anbieter erkannt und setzen auf iPad und Co., um ihre Sendungen mit Zusatzangeboten aufzupeppen. Dabei geht es vor allem darum, den Leuten zusätzliche Inhalte und Interaktion (Stichwort Social TV) anzubieten oder sie untereinander oder sogar mit den Sendungsmachern kommunizieren zu lassen. So kann der Second Screen etwa während Sportübertragungen Zusatzinformationen wie Statistiken zum Spielstand oder zu einzelnen Sportlern bereit halten. Oder anspruchsvolle Passagen einer Wirtschaftssendung können durch interaktive Grafiken und Hintergrundinformationen auf dem Second Screen ergänzt werden. Und alle diese Inhalte lassen sich mit Freunden teilen oder diskutieren.
Das gute dabei: Weil sämtliche Interaktion bloss auf dem Second Screen stattfindet, bleibt das eigentliche Seherlebnis auf dem Fernseher ungestört. Statt dass das Internet zum Totengräber des Fernsehens wird – ein Szenario, das vor nicht all zu langer Zeit noch als realistisch galt – sollen die Netz-Inhalte nun helfen, Fernsehen zu einem umfassenderen Erlebnis zu machen. Das untenstehende Video zum Second-Screen-Konzept der Agentur für interaktives Marketing Syzygy zeigt, wohin die Reise gehen kann.
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